Wildbienen – wild aber nicht gefährlich

Wildbienen – wild aber nicht gefährlich

In Deutschland gibt es über 560 Wildbienenarten von denen bereits 39 als ausgestorben oder verschollen gelten. Unser „Nutztier“ die Honigbiene ist sehr gut erforscht und von Imkern umsorgt. Die restlichen Wildbienenarten, wie Pelz-, Mörtel-, Mauer- und Wollbiene werden selten als Bienen erkannt und viele wissen nichts über ihre Lebensweise und Lebensraumansprüche.

Um dies zu ändern hat der BUND Naturschutz Fürstenfeldbruck das Thema „Wildbiene trifft Honigbiene“ in sein Schulklassenprogramm aufgenommen. Die Schüler/innen der Realschule Puchheim lernen die Biologie, Lebensweise, den natürlichen und künstlichen Lebensraum vieler Wildbienenarten im Umfeld der Schule kennen. Viele Ursachen des Artenschwindens sind Menschen gemacht, so auch bei den Wildbienen. Die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft mit Monokulturen, Pestizideinsätzen und Verlust von Blühwiesen haben dazu geführt, dass von den verbleibenden Arten ca. 50% als gefährdet gelten. Zudem machen ihnen naturferne Gärten in unserer zunehmend zersiedelten Landschaft zu schaffen. Aber hier liegen auch die größten Einflussmöglichkeiten. Die Schüler/innen erarbeiten Möglichkeiten den Tieren Nistplatz, Nahrung und Baumaterial im eigenen Umfeld, sei es Schule oder heimischer Garten, zu bieten. Dazu bauen sie eine Nisthilfe aus Schilf, für Arten, die Hohlräume für ihre Brut benötigen.

Dieses Projekt ist durch die Verbindung aus Naturerleben, Wissensvermittlung und praktischem Naturschutz ein wichtiger Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in weiterführenden Schulen.

Anke Simon
Umweltbildnerin des BUND Naturschutz Bayern e.V.

2017 01 Wildbienen

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